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24.09.2007, 21:33 Uhr
josefpriko
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Alle Win/WfW 3.1x-Versionen weisen praktisch eine RAM-Begrenzung von 64 MB auf, wenn sie mit MS-DOS 6.x laufen. Dies liegt aber einzig am Speichermanager himem.sys, dem Microsoft - aus unerfindlichen Gründen - ein entsprechendes Limit verpaßt hat. (Unter MS-DOS 5.x waren es sogar nur 16 MB.)
Um dies zu umgehen, habe ich lange Zeit setxmsto verwendet, bis es damit vor etwa fünf Jahren nach einem Hardware-Umzug meines WfW 3.11-Systems auf einmal Probleme gab. Da ich sehr viel 32bit-Software einsetze (Dashboard 3.0, Acrobat 3.01, PageMaker 6.0, PhotoShop 3.05 etc.) und darüber hinaus noch viel Speicher für Cache (Vcache: 16 MB,, Novell 32bit Client: 32 MB) und RAM-Drive (64 MB) benötige, war ich auf der Suche nach einer alternativen Lösung. Da mir bekannt war, daß bei den Schmalspur-DOSsen von Win9x das 64 MB-Limit aufgehoben worden ist, fing ich an zu experimentieren... Um es kurz zu machen: Man nehme folgende VIER Dateien aus Win98 SE und ersetze damit die originalen von (in meinem Fall) MS-DOS 6.22:
himem.sys emm386.exe smartdrive.exe mscdex.exe
Sehr wichtig: Es müssen unbedingt diejenigen von Win98 SE sein - nicht diejenigen früherer Versionen. (Letztere funktionieren definitiv nicht in dieser Umgebung.) Und auf keinen Fall dürfen command.com oder gar io.sys/msdos.sys ersetzt werden!
Ein angenehmer, jedoch völlig unerwarteter Nebeneffekt des Austausches war übrigens, daß sowohl MS-DOS als auch WfW 3.11 merklich stabiler liefen und es bis heute tun - auch nach einem weiteren Umzug vor zwei Jahren auf ein 440BX-Board mit einem 400 MHz PII und 256 MB SDRAM.
P.S. (1) Man darf sich NICHT daran stören, daß fortan mitunter falsche Speicherangaben auftauchen, denn diese sind rein kosmetischer Natur! So meldet etwa der Befehl mem in jedem Fall falsche Werte, obwohl er durchaus logisch rechnet: Er sieht nämlich die Menge des tatsächlich schon verbrauchten Speichers (bei mir ca. 116 MB), zu dem er einfach 64 MB freien addiert. Daß realiter insgesamt noch ca. 140 MB frei sind, kann er nicht umsetzen, weil er hier offenbar eine hardcodierte Obergrenze verwendet.
P.S. (2) Zum RAM-Laufwerk: Als Treiber verwende ich nicht ramdrive.sys. sondern xmsdsk.exe, weil letzterer in der autoexec.bat und per Parameter so geladen werden kann, daß er Speicher "von oben" verwendet, und auch kein 32 MB-Limit aufweist.
P.S. (3) Es macht wirklich keinen Sinn, ein Win/WfW 3.11-System mit noch mehr Speicher als 256 MB auszurüsten. Erstens kann es damit per se nicht umgehen (siehe den richtigen Verweis auf den einschlägigen KB-Artikel), und zweitens ist es gar nicht möglich, so viele Programme zu starten, die davon Gebrauch machen würden, weil schon lange vorher die GDI-/User-Ressourcen ausgegangen sind. In solchen "Regionen" hilft auch kein RAM Doubler weiter... |