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Windows 3.1x Support Forum » Hardware & Hardwareprobleme » ich will meinen nostalgie-rechner ein wenig aufmotzen... » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
12.07.2007, 18:51 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx

...und hab diesbezüglich ein paar fragen.

doch vorher geb ich euch mal ein paar infos zum system.
ich hab mir vor ungefähr nem jahr nen ibm-pc ersteigert,
ein "personal computer 330 - p90" mit folgenden komponenten.
intel pentium mmx 166, 128mb ram, s3 trio 64 graka onboard, 2.5gb hd, sb16.

ich hab den rechner mit ms-dos 6.22 und windows 3.11 aufgesetzt.
win32s v1.30c und sämtliche treiber sind installiert, und allerlei alte nostalgie-software.

nun hab ich ein paar neue teile zu meiner "sammlung" hinzufügen können,
mit welchem ich gerne den nostalgierechner aufrüsten würde.

zum einen wären da mal eine festplatte, ne seagate barracuda st328040a mit 28gb
+ ner ide-schnittstellenkarte für pci (der pc verfügt über pci-steckplätze).
nun lautet die frage: bring ich diese festplatte an diesem rechner, unter ms-dos überhaupt zum laufen?
und gibt es ne möglichkeit, diese physikalische 8.4gb-begrenzung für harddrives zu umgehen?
ich hab nämlich nicht wirklich bock, 20gb zu verschenken und diese platte mit 8.4gb zu formatieren.
und wie gross kann eine logische partition unter ms-dos maximal sein?

punkt zwei wäre ne s3 virge dx-graka mit 4mb auf pci-basis.
ich hab sowohl die graka als auch die treiber dafür, aber ich mach mir sorgen wegen der onboard-grafik.
hab im bios nämlich keine option gefunden, diese onboard-grafik abzustellen.
also meine frage: würde es funktionieren, wenn ich die karte einfach einbaue,
und den monitor anschliesse?
oder hab ich zu befürchten, dass sich die beiden grafik-systeme gegenseitig beissen?

vielleicht hat von euch jemand erfahrung in diesen dingen und kann mir dabei weiterhelfen!
ich sag schonmal vielen dank im voraus!
--
gOmp ist wieder da!
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001
12.07.2007, 20:38 Uhr
commander_keen

Avatar von commander_keen

Laufen wird sie, aber dass du das 8GB-Limit so leicht knacken könntest, wäre mir nicht bekannt... (zumindest nicht mit einem DOS unter v7.x)
Ich frage mich allerdings auch welche riesen Datenmengen du für dieses alte System aufbringst

Eine onboard-Grafik wird normalerweise automatisch abgeschaltet, wenn das System eine Grafikkarte vorfindet.
--
Verloren hat, wer sich geschlagen gibt!

Dieser Post wurde am 12.07.2007 um 20:47 Uhr von commander_keen editiert.
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002
12.07.2007, 20:53 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx


Zitat:
commander_keen postete
Laufen wird sie, aber dass du das 8GB-Limit so leicht knacken könntest, wäre mir nicht bekannt...

nun, das befürchte ich leider auch, aber ich konnte leider keine kleinere festplatte auftreiben.
achja, wie kann ich sie partitionieren? wie gross kann eine partition unter dos maximal sein?


Zitat:
commander_keen postete
Ich frage mich allerdings auch welche riesen Datenmengen du für dieses alte System aufbringst

warum ich soviel kapazität brauche, ist leicht erklärt.
ich hab ne wirklich beträchtliche sammlung an alter software und auch games.
u.a. shadow warriors, flashback, redneck rampage 1+2, etc.
alleine die hier aufgezählten brauchen schon so einiges an speicherplatz.
allein flashback, bringt 400mb auf die waage, wenn man die cd-version installiert.
ein paar solcher games und ne 2.5gb-platte ist voll.
nunja, zur not muss ich dann eben 20gb an die katze verfüttern.

noch ne frage zum controller, kommt ein 166mhz-rechner mit ner udma66-karte klar?
denn wenn die nicht läuft, kann ich das mit der festplatte ohnehin vergessen.
am mainboard hab ich nämlich nur einen ide-port.
da hängen bereits die system-hd und das cdrom-drive dran.


Zitat:
commander_keen postete
Eine onboard-Grafik wird normalerweise automatisch abgeschaltet, wenn das System eine Grafikkarte vorfindet.

das wär klasse, wenn das funzen würde!
dann hätt ich endlich mal ein windows 3.11 in einer auflösung 1024x768 bei 24bit farbtiefe!!!
nun, ich werd mich dann am wochenende mal ransetzen!!!
vielen dank schonmal für die infos!!!
--
gOmp ist wieder da!

Dieser Post wurde am 12.07.2007 um 20:56 Uhr von honxi.4.amiga editiert.
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003
12.07.2007, 21:26 Uhr
gabyde
Administrator
Avatar von gabyde


Zitat:
und wie gross kann eine logische partition unter ms-dos maximal sein?

2 GB - mehr kann das FAT-Dateisystem nicht adressieren.
28GB wären also 14 Partitionen - viel Spaß!

Ciao, Gaby
--
Und eine Stimme sprach zu mir: lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Ich lächelte und war froh und es kam schlimmer...
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004
12.07.2007, 22:08 Uhr
commander_keen

Avatar von commander_keen

Naja die Geschwindigkeit des Prozessors ist dem IDE-Controller relativ schnuppe, notfalls verschenkst du höchstens Leistung, ist ja egal...

Wenn das Mainboard mindestens 1995 oder neuer ist, sollte es die 3.3Volt neben 5V unterstützen und auch neuere Karten laufen..
--
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005
15.07.2007, 11:11 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx

ich danke euch vielmals, ich habs zum laufen gebracht!
hab jetzt 1024x768 bei 24bit farbtiefe unter windows 3.11.
die hd wird mir zwar nur mit 8gb erkannt, aber das hab ich eh befürchtet.
kackt der hund drauf... aber ein problem hab ich jetzt:
nach der partitionierung wurde die 2. partition der ursprünglichen platte nach hinten verschoben.
gibts unter dos ne möglichkeit, wieder D: daraus zu machen?
ansonsten müsste ich nämlich ne ganze menge configs umschreiben...

vielleicht könnt ihr mir dabei weiterhelfen.

vielen dank im voraus!!!
--
gOmp ist wieder da!
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006
15.07.2007, 21:12 Uhr
commander_keen

Avatar von commander_keen

Mir ist keine Veränderung der Buchstaben unter DOS bekannt.
Es hat da einen sehr "tollen" Plan, nachdem es Buchstaben verteilt:
http://support.microsoft.com/kb/51978/de

Also außer der Tatsache, dass du mit primär/logisch spielen kannst, um die Buchstaben zu beeinflussen, ist da nicht viel zu holen afaik...

Es sei denn es reicht dir u.U. mit dem Befehl SUBST mit einem weiteren Buchstaben darauf zu verweisen..?
--
Verloren hat, wer sich geschlagen gibt!

Dieser Post wurde am 15.07.2007 um 21:14 Uhr von commander_keen editiert.
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007
15.07.2007, 21:15 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx

danke für die info. nunja, ich hab das mittlerweile so gelöst,
in dem ich die daten der ursprünglichen partition d: auf die "neue" partition d: verschoben habe.
--
gOmp ist wieder da!

Dieser Post wurde am 15.07.2007 um 21:15 Uhr von honxi.4.amiga editiert.
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008
12.07.2008, 22:10 Uhr
Sebijk



Hallo,

meine Antwort kommt zwar ein Jahr zu spät, aber das 8GB-Limit kann man meist durch einen BIOS-Update lösen. Boardname bekommt man meist durch Everst Home Edition raus. Meins kommt nun mit Festplattengröße bis 32GB klar, nachdem ich das BIOS geflasht habe. Einige Hersteller wie Maxtor hatten soweit ich weiß, einen Tool bereitgestellt, dass die 8GB-Grenze umgeht. Einfach mal vorbeischauen.

Beim BIOS-Update empfehle ich nur einen reinen DOS (bis 6.22) zu verwenden, um Probleme vornerein auszuschließen. Ein BIOS-Update geht natürlich auf eigene Gefahr.
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009
13.07.2008, 12:13 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx

diesbezüglich hätte ich dann gleich noch ne frage: gibt es ne möglichkeit, die erweiterte partition im nachhinein zu vergrössern?
ich hab diese festplatte nämlich bereits in betrieb. mit 8gb partitioniert und die einzelnen partitionen auch bespielt.
und da würd ich ungern die ganzen daten hin und her schieben, nur um dann die restlichen 20gb ansprechen zu können...

was das flashen angeht, ich hoffe ein solches tool für die seagate-festplatte zu finden.
denn bezüglich bios-update siehts schlecht aus. das ist ein ibm-pc der älteren generation.
da gibts dummerweise keine bios-updates. zumindest konnte ich keines finden.
und wie kann ich im weiteren verlauf dem fdisk-tool von ms-dos verklickern, dass die hd 28.5gb hat?
--
gOmp ist wieder da!
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010
13.07.2008, 14:14 Uhr
Sebijk



ja, ich denke mal, dass man kann die Festplatte im nachhinein vergrößern kann. Das Festplattentool muss immer in den MBR geladen werden, bevor das eigentliche Betriebsystem gestartet wird. Solltest du also mal den Bootsektor überschreiben, muss du unbedingt das Tool nochmal ausführen, da du sonst wieder nur 8 GB zur Verfügung hast. Das gleiche gilt, wenn du von Disketten oder CD bootest, dort hat man ebenfalls nur 8 GB zur Verfügung.
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011
13.07.2008, 23:50 Uhr
Estron Dekal




Zitat:
Sebijk postete
meine Antwort kommt zwar ein Jahr zu spät, aber das 8GB-Limit kann man meist durch einen BIOS-Update lösen.

Diese Information ist falsch, weil der beschriebene Computer MS-DOS 6.22 einsetzt. Damit hängt das Limit am DOS, nicht am ROM-BIOS.


Zitat:
und wie kann ich im weiteren verlauf dem fdisk-tool von ms-dos verklickern, dass die hd 28.5gb hat?

MS-DOS 6.22 FDISK benutzt, wie das DOS selbst, immer CHS-Addressierung und ist dadurch auf maximal (etwa) 8 GiB beschränkt.


Zitat:
gibts unter dos ne möglichkeit, wieder D: daraus zu machen?

Entschuldigt die Werbung, aber "unser" DRVEXCH-Programm hätte das wahrscheinlich gut hinbekommen


Zitat:
Beim BIOS-Update empfehle ich nur einen reinen DOS (bis 6.22) zu verwenden, um Probleme vornerein auszuschließen.

MS-DOS 7.x dürfte auch ohne Probleme gehen, nur MS-DOS 8.00 hat einen internen XMS-Manager, der Probleme machen könnte.

Dieser Post wurde am 13.07.2008 um 23:56 Uhr von Estron Dekal editiert.
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012
18.07.2008, 18:39 Uhr
josefpriko



Zunächst eine klare Bestätigung dessen, was Gaby bzw. Estron Dekal bereits gepostet haben:
Maximale Größe einer Partition: 2 GB
DOS und Partitionen jenseits der 8 GB (pro HDD): NO WAY!


Mit BIOS-Updates oder EZDrive-Tools lassen sich nur Hardware-Limits aufheben. Diese können - je nach BIOS - bei 2, 8, 32 oder mehr GBs liegen, haben aber nichts mit einem Betriebssystem zu tun, obwohl die Ursache ("zu große Zahlen") ungefähr dieselbe ist.

Um den Rest der Platte nutzen zu können, müßtest Du schon zu einem Tool wie Partition Magic oder Linux Fdisk greifen, was theoretisch kein Problem darstellt.
Ich rate Dir jedoch dringend davon ab, denn
1.
Ist die weitere Verwendung von DOS Fdisk dann ein absolutes Tabu. Das Programm würde Dir alle Partitionen komplett zerschießen.
2.
Hättest Du von DOS aus ohnehin keinen Zugriff auf das, was jenseits der 8 GB liegt.
3.
Machte das überhaupt nur dann einen Sinn, wenn noch ein weiteres OS (etwa NT oder Linux) installiert würde, das diese Beschränkungen nicht kennt.



P.S.
Ich rate auch sehr davon ab, den Befehl SUBST oder ein vergleichbares Tool zu verwenden. Es gibt zahlreiche Programme, die damit nicht zurechtkommen. Und dann gibt es auch noch solche (etwa MS Word, WordPerfect u.a.), die teilweise unter Umgehung von Systemroutinen eigenständig auf die Platte schreiben. Wenn Du Pech hast, sind ALLE Daten futsch...
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013
19.07.2008, 05:32 Uhr
Estron Dekal




Zitat:
josefpriko postete
obwohl die Ursache ("zu große Zahlen") ungefähr dieselbe ist.

Das ist aber sehr stark vereinfacht...


Zitat:
P.S.
Ich rate auch sehr davon ab, den Befehl SUBST oder ein vergleichbares Tool zu verwenden. Es gibt zahlreiche Programme, die damit nicht zurechtkommen. Und dann gibt es auch noch solche (etwa MS Word, WordPerfect u.a.), die teilweise unter Umgehung von Systemroutinen eigenständig auf die Platte schreiben. Wenn Du Pech hast, sind ALLE Daten futsch...

DRVEXCH weist unter anderem darauf hin, wie man es nicht benutzen soll (z.B. nicht wenn SmartDrv oder Windows schon läuft, auch nicht mit DoubleSpace-Laufwerken), und erklärt außerdem, dass die DPBs ausgetauscht werden - das ist, solange das DOS die vorhergesehene DPB-Größe verwendet (was das einzige DOS, das du kennst (MS-DOS), immer macht), absolut sicher.

Das irgendein MS Word eigenständig (mit Int13, also unter Umgehung von DOS) auf die Platte schreiben würde ist ja wohl ein schlechter Witz. (Textprogramme, die nicht von Microsoft sind, machen dass natürlich genauso wenig.) Selbst wenn es mit DOS "absolut" auf Partitionen schreiben würde (also Int25/26, auch noch "eigenständig") würde DRVEXCH problemlos funktionieren. SYS, FDISK, (UN)FORMAT, UNDELETE und DEFRAG (wobei letztere beiden nur mit Int25/26) sind die einzigen mir bekannten MS-DOS-Programme, die eigenständig auf die Platte schreiben. Jedes andere Programm braucht das ja auch überhaupt nicht.

SUBST ist nicht direkt mit DRVEXCH vergleichbar, da SUBST wohl am CDS rumfummelt (Software-seitig). Deswegen kann's ja auch auf Verzeichnisse anderer Partitionen/Laufwerke zeigen und außerdem mit allen verfügbaren Laufwerks-Buchstaben rumspielen, anstatt nur mit den Block-Geräten die einen DPB haben. Für Mist-Software kann es dann natürlich schon mal zu Problemen kommen.


Zitat:
DRVEXCH-Dokumentation:
[...]
The letters you specify do not have to be drives on hard disk. You can swap floppies and virtual (RAM) disks as well (technically speaking, all block devices with DPBs), but not CD-ROM drives or network drives.
[...]
IN THIS EXPERIMENTAL VERSION, this function can be called not only from CONFIG.SYS, but also at any time from command prompt:

DRVEXCH D-F E-F

However, using this option at the command prompt is DANGEROUS and may cause damage to your data on hard disks, especially when you are using disk-caching software (like SMARTDrive). This option has not been tested enough!

Do not use this command line option in multitasking environments (as the DOS window in Microsoft Windows, DR-DOS TaskMgr, DESQView, DOSShell, etc.).

Please also do not use these feature when current directories on the swapped drives are not root directories!
[...]
It was NOT TESTED WITH COMPRESSED DRIVES (which can be setup with software like Stacker, DoubleSpace, DriveSpace, etc.)!
[...]
The program works by physical interchanging of DPB contents. It does not change anything in CDS tables. During our experiments we noticed that this is the only method that seems to work reliably enough with all tested operating systems.
[...]

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014
19.07.2008, 10:57 Uhr
honx
Moderator
Avatar von honx

dann werd ich das mit der erweiterung wohl lieber sein lassen. frei nach dem motto: never touch a running system.
irgendwann werd ich vielleich mal ne kleine 8-10gb grosse festplatte finden, auf die ich das zeug überspielen könnte.
kann könnte ich die 28.5gb-platte wieder in vollem umfang für andere dinge nutzen, als externe hd z.b....
--
gOmp ist wieder da!

Dieser Post wurde am 19.07.2008 um 10:57 Uhr von honxi4amiga editiert.
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015
22.07.2008, 12:07 Uhr
josefpriko



Ein Vorwort an Estron Dekal

Wenn Du selber es nicht merkst, dann muß es Dir offenbar jemand sagen:
Dein wiederholtes Nachkläffen und die dabei an den Tag gelegte (scheinbare) Besserwisserei nerven ziemlich. Außerdem schießt Du Dir nur in's eigene Knie, wenn Du auch dort, wo Du offenbar überhaupt keine Ahnung hast (zum Beispiel: Windows), immer wieder Deinen Senf dazugeben zu müssen glaubst.
Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen. Aber dann halte doch, bitte, die Klappe!


Und nun zur Sache und dem angeblich "schlechten Witz", daß Programme (nicht) eigenständig auf die Festplatte schreiben:


1.)
"Video 1.1 installs some shared OLE .DLL files, especially STORAGE.DLL, that conflict with file I/O in Word."
(Microsoft Knowledge Base, Q119619: File I/O Problems After Installing Video 1.1 for Windows")

2.).
Die Setups von Word bzw. von MS Office generell installieren u.a. diese in Win3.1 standardmääßig gar nicht vorhandene storage.dll. (Warum die wohl so heißt ?) Ab NT 4.0 ist sie dann Bestandteil des Systems, weil es sich dabei nur noch um einen Dummy handelt, der die Aufgabe hat, einerseits den Start einschlägiger Programme überhaupt erst zu ermöglichen, andererseits die unter NT nicht erlaubten Zugriffe auf wirkliche Systemroutinen umzuleiten.

3.)
"OLE provides as a service an implementation of structured storage that is called Compound Files. You can use this technology to replace traditional file handle–based API functions such as _lread and _lwrite, as we'll see in Chapter 7. To be perfectly accurate, Compound Files is an implementation of Structured Storage that is specifically directed to a disk file."
(Kraig Brockschmidt: "Inside Ole". Second Edition. Microsoft Press, 1995)

4.)
"Word uses direct storage when opening the temporary document file and when performing either a Save As or a Full Save (non-FastSave save). This type of file is a low (if any) consumer of memory and does not create a ghost image when created or opened."
(Microsoft Knowledge Base, Q89247, Q187312, Q211632: "How Word for Windows Uses Temporary Files")

5.)
WordPerfect 6.x hat traurige "Berühmtheit" erlangt, weil es dazu neigt, seine eigene Konfigurationsdatei (wpcset.bif) in nicht kalkulierbaren Situationen und Abständen komplett zu zerschießen. In dieser Datei sind auch die Pfade zu den DLLs festgeschrieben, sodaß das Programm sie beim nächsten Start einfach nicht mehr findet und sich dann mit Fehlermeldungen wie "...shared code resources not found" sofort wieder beendet. (Siehe > Corel Knowledge Base 18428, 662111, 627538, 668789, 661081 ff.)
Die Ursache dieses eklatanten Fehlverhaltens ist einzig in den direkten I/O-Zugriffen begründet, denn - wie ich vor Jahren nachweisen konnte - tritt das Phänomen nur unter Win3.1 und Win9x, aber niemals unter OS/2 oder Windows NT auf!



"Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt".
(Shakespeare, Hamlet)
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016
22.07.2008, 15:38 Uhr
Estron Dekal




Zitat:
josefpriko postete
Wenn Du selber es nicht merkst, dann muß es Dir offenbar jemand sagen:
Dein wiederholtes Nachkläffen und die dabei an den Tag gelegte (scheinbare) Besserwisserei nerven ziemlich. Außerdem schießt Du Dir nur in's eigene Knie, wenn Du auch dort, wo Du offenbar überhaupt keine Ahnung hast (zum Beispiel: Windows), immer wieder Deinen Senf dazugeben zu müssen glaubst.

Mich ehrt allerdings, dass du anscheinend glaubst, ich wüsste etwas, in Sachen DOS. Und ich muss sagen, dass du wohl einige Windows' (und generell Microsoft-Produkte?) sehr gut kennst. Besser als ich jedenfalls.

Du kannst mich übrigens auch mit Christian ansprechen, wenn dir das lieber ist.


Zitat:
Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen. Aber dann halte doch, bitte, die Klappe!

Ok. Aus Höflichkeit werde ich natürlich in diesem Thread oder persönlich weiterschreiben, falls du mir auf dem einen oder anderen Weg nochmal antworten möchtest. Aber ich werde versuchen, danach hier nichts mehr zu Dingen zu schreiben, bei denen ich mir nicht vollkommen sicher bin. Danke dass du mich darauf hingewiesen hast. Wirklich!


Zitat:
1.)
"Video 1.1 installs some shared OLE .DLL files, especially STORAGE.DLL, that conflict with file I/O in Word."
(Microsoft Knowledge Base, Q119619: File I/O Problems After Installing Video 1.1 for Windows")

Ich finde einen Artikel Q119619 bzw. 119619 bzw. KB119619 nicht in der Microsoft Knowledge Base. Ich würde den Artikel gerne lesen, aber da kann man wohl nichts machen, oder?


Zitat:
2.).
Die Setups von Word bzw. von MS Office generell installieren u.a. diese in Win3.1 standardmääßig gar nicht vorhandene storage.dll. (Warum die wohl so heißt ?)

Bitte, der Name einer DLL ist aber kein echtes Argument, oder? (Dazu: Das Video-1.1-Problem könnte natürlich auch nur eine "normale" DLL-Inkompatibilität sein. Entschuldige, aber ich kann da nur vermuten.)


Zitat:
Ab NT 4.0 ist sie dann Bestandteil des Systems, weil es sich dabei nur noch um einen Dummy handelt, der die Aufgabe hat, einerseits den Start einschlägiger Programme überhaupt erst zu ermöglichen, andererseits die unter NT nicht erlaubten Zugriffe auf wirkliche Systemroutinen umzuleiten.

Wie wird dass Umleiten bewerkstelligt? Ich meine, NT wird die "nicht erlaubten Zugriffe" ja nicht auf direkte Festplattenzugriffs-NT-Funktionen umleiten. Das wäre unsinnig. Wird etwa ein virtuelles FAT-Dateisystem dargestellt? So nur kann ich mir vorstellen, dass die direkten Zugriffe auf die (virtuelle) Festplatte funktionieren könnten. Aber vielleicht funktionieren diese Funktionen ja auch so, dass das Betriebssystem (Win3.x oder 4.x) dem Word nur zeigt, wo es auf die Platte schreiben soll/darf. Dann wäre es erheblich weniger schwierig, das ganze für NT korrekt auf normale Dateien umzuleiten.


Zitat:
3.)
"OLE provides as a service an implementation of structured storage that is called Compound Files. You can use this technology to replace traditional file handle–based API functions such as _lread and _lwrite, as we'll see in Chapter 7. To be perfectly accurate, Compound Files is an implementation of Structured Storage that is specifically directed to a disk file."
(Kraig Brockschmidt: "Inside Ole". Second Edition. Microsoft Press, 1995)

Kann sein, dass das meint, das OLE direkt auf die Platte schreibt. Du siehst aber möglicherweise ein, dass ich diese einzelnen Sätze nicht gut verstehen kann/mag.
"Compound Files" würde ich mit "Assoziierte Dateien" übersetzen. Deswegen erhalte ich den Eindruck, dass es sich um sowas wie temporären Kopien von ungespeicherten/schreibgeschützten Dateien handelt, oder Dateien, die von mehreren Benutzern benutzt werden.
Allein das die Standard-API-Funktionen _lread und _lwrite ersetzt werden muss nicht heißen, dass nicht im Nachhinein (= von den OLE-DLLs) doch wieder normale Windows-/DOS-Dateien benutzt werden. _lread/write sind ja wohl nur C-Funktionen aus Windows-DLLs.


Zitat:
4.)
"Word uses direct storage when opening the temporary document file and when performing either a Save As or a Full Save (non-FastSave save). This type of file is a low (if any) consumer of memory and does not create a ghost image when created or opened."
(Microsoft Knowledge Base, Q89247, Q187312, Q211632: "How Word for Windows Uses Temporary Files")

Q89247:
In dem Artikel wird unter anderem erklärt, das Word das, was DOSLFN als "Tunnel" bezeichnet, benutzt, um Dokumente zu speichern: Eine veränderte Version wird zunächst in eine andere Datei gespeichert, beim Speichern wird die Original-Version gelöscht und die neue Version umbenannt. Außerdem gibt es einige temporäre Dateien (eben auch die für "Save as" und "Full save"), auf die als "direct storage" zugegriffen wird. Dass das nun unbedingt heißt, dass Windows und/oder DOS komplett umgangenen werden, sehe ich in diesem Artikel allerdings nicht. Der Artikel erläutert diese "direct storage" ganz und gar nicht direkt. (Zeigt allerdings, dass Word "direct storage" benutzt, was auch immer das ist.) Vielleicht ist's ja das gleiche wie das OLE-Zeugs oben.

Nochmal genauer hingeschaut:

Zitat:
Q89247:
Document-File-Based File
The difference between this file and a traditional MS-DOS file is that multiple programs can read and write to these files without the original owner knowing about it. [...] Word can open document files using two different modes: transacted and direct. These modes are discussed later in this article.

Dadrunter folgt eine Gliederung in "Transacted Document Files" und "Direct". Hört sich für mich ja eher wie SHARE an. Aber du kennst dich da wohl besser aus.


Zitat:
Q89247:
APPLIES TO
• Microsoft Word 97 Standard Edition

Ok, bis gerade dachte ich, es geht um Windows-3.x- bzw. DOS-Word. Oder ist der Microsoft-Artikel nur falsch beschriftet?

Q187312 oder 187312 oder KB187312 finde ich auch wieder nicht. Suche nach "archivierten Inhalten" natürlich auch aktiviert, und sowieso nach englischen Artikeln gesucht.

Q211632:
Gibt sich als Q89247 für Word 2000 und höher aus. Das läuft ja allerdings nicht so gut auf Windows 3.11 (Word 97 übrigens ebenfalls nicht).


Zitat:
5.)
WordPerfect 6.x hat traurige "Berühmtheit" erlangt, weil es dazu neigt, seine eigene Konfigurationsdatei (wpcset.bif) in nicht kalkulierbaren Situationen und Abständen komplett zu zerschießen. In dieser Datei sind auch die Pfade zu den DLLs festgeschrieben, sodaß das Programm sie beim nächsten Start einfach nicht mehr findet und sich dann mit Fehlermeldungen wie "...shared code resources not found" sofort wieder beendet. (Siehe > Corel Knowledge Base 18428, 662111, 627538, 668789, 661081 ff.)

Ich glaube dir einfach, dass die Corel-Knowledge-Base-Artikel ungefähr soetwas sagen. (Sonst müsste ich die auch noch suchen.) Zugegeben, es gibt eben immer Programme/ierer, die es doch noch schlechter schaffen, als man es geglaubt hätte.


Zitat:
Die Ursache dieses eklatanten Fehlverhaltens ist einzig in den direkten I/O-Zugriffen begründet, denn - wie ich vor Jahren nachweisen konnte - tritt das Phänomen nur unter Win3.1 und Win9x, aber niemals unter OS/2 oder Windows NT auf!

Das finde ich interessant. Wie hast du das nachgewiesen? Und: Was hast du nachgewiesen? Nur die Tatsache, dass es nur unter "ungeschützten" Betriebssystemen zum Zerschiessen der Konfiguration kommt, oder auch, dass das tatsächlich an Low-Level-Zugriffen auf die Laufwerke liegt? Hat das Programm den nur seine Konfiguration oder auch den Rest der Partition beschädigt?


Zitat:
"Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt".
(Shakespeare, Hamlet)

Na, ich hätte DOS sicher gern in der Schule gelernt. Hatten wir aber nicht. Ihr?

Auch, wenn der von mir falsch so bezeichnete "Witz" wohl keiner ist: Greifen WordPerfect oder Word (mindestens eins von beiden) denn tatsächlich mit Int13 (oder sogar direkt über den (U)DMA-Controller) auf die Platte zu? Oder doch nur mit "Absolute"-DOS-RW (Int25/26) bzw. mithilfe der DOS/Windows-Treiber? Ich glaube, die Frage hatte ich oben schon mal gestellt.


Vielleicht mach' ich es ja nur noch schlimmer, aber ich möchte zu dem Thema nun auch noch mehr in Erfahrung bringen.

Dieser Post wurde am 22.07.2008 um 15:39 Uhr von Estron Dekal editiert.
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